Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen steigende Wohneigentumspreise. Doch was bedeutet das für Eigentümer im Thurgau, in St. Gallen und am Bodensee?
5. November 2026 | ImmoLeague Schweiz
Der Schweizer Immobilienmarkt zeigt sich weiterhin robust. Während wirtschaftliche Unsicherheiten und die Diskussion über die zukünftige Zinsentwicklung viele Eigentümer beschäftigen, sprechen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik eine deutliche Sprache: Wohneigentum ist in der Schweiz erneut teurer geworden.
Im dritten Quartal 2026 stiegen die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum gegenüber dem Vorquartal um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal beträgt der Anstieg sogar 4,4 Prozent.
Damit stellt sich für zahlreiche Hauseigentümer eine wichtige Frage:
Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die eigene Immobilie zu verkaufen, oder lohnt es sich, auf weitere Preissteigerungen zu warten?
Die Antwort hängt weniger von allgemeinen Marktprognosen ab als von der individuellen Immobilie, ihrer Lage und der aktuellen Nachfrage.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte am 27. Oktober 2026 die neuesten Ergebnisse des Schweizerischen Wohnimmobilienpreisindex (IMPI).
Dieser misst die Preisentwicklung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen anhand tatsächlich finanzierter Immobilientransaktionen.
Die wichtigsten Ergebnisse des dritten Quartals 2026:
Wohneigentum insgesamt: +1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal
Einfamilienhäuser: +2,1 Prozent
Eigentumswohnungen: +1,3 Prozent
Gesamter Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal: +4,4 Prozent
Indexstand: 129,8 Punkte, Basis viertes Quartal 2019 = 100
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Einfamilienhäusern. Nach einem Preisrückgang von 0,4 Prozent im zweiten Quartal 2026 verzeichnete dieses Segment im dritten Quartal wieder einen deutlichen Anstieg.
Auch Eigentumswohnungen verteuerten sich erneut.
Diese Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Wohneigentum weiterhin auf ein begrenztes Angebot trifft.
Allerdings handelt es sich um gesamtschweizerische Durchschnittswerte. Die tatsächliche Entwicklung einer einzelnen Immobilie kann erheblich davon abweichen.
Die Preisentwicklung am Schweizer Immobilienmarkt wird durch mehrere Faktoren beeinflusst.
Ein wesentlicher Faktor ist das begrenzte Angebot an Wohneigentum.
Bauland ist insbesondere in attraktiven Wohnlagen knapp. Gleichzeitig erschweren hohe Grundstückspreise, Baukosten und planerische Anforderungen die Schaffung zusätzlicher Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.
Demgegenüber besteht weiterhin eine Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum.
Hinzu kommt, dass das Zinsniveau die Finanzierungsmöglichkeiten der Käufer beeinflusst.
Tiefe Hypothekarzinsen können die laufenden Finanzierungskosten reduzieren und damit die Attraktivität von Wohneigentum gegenüber dem Mieten erhöhen.
Allerdings bleibt die Tragbarkeit entscheidend.
Schweizer Banken prüfen die Finanzierung in der Regel mit kalkulatorischen Zinssätzen, die über den aktuellen Marktzinsen liegen können. Zusätzlich werden Unterhaltskosten und Amortisationen berücksichtigt.
Nicht jeder Interessent kann sich deshalb jede gewünschte Immobilie leisten.
Die Kombination aus begrenztem Angebot und vorhandener Nachfrage kann die Preise stützen. Sie garantiert jedoch keinen weiteren Anstieg.
Der Kanton Thurgau bietet unterschiedliche Wohnlagen, die jeweils eigene Käufergruppen ansprechen.
Besonders entlang des Bodensees spielen Faktoren wie Seesicht, Privatsphäre, Infrastruktur und die Nähe zu wirtschaftlichen Zentren eine wichtige Rolle.
In Kreuzlingen, Bottighofen und Ermatingen können beispielsweise die Nähe zum See, eine attraktive Aussicht und die Qualität des unmittelbaren Wohnumfelds die Nachfrage nach einer Immobilie beeinflussen.
Auch Gemeinden im Hinterthurgau oder im Raum Frauenfeld bieten interessante Wohnmöglichkeiten.
Dabei unterscheiden sich die Bedürfnisse potenzieller Käufer erheblich.
Familien legen häufig Wert auf Schulen, gute Verkehrsanbindungen und ausreichend Wohnfläche.
Andere Interessenten bevorzugen eine moderne Eigentumswohnung mit wenig Unterhaltsaufwand oder eine exklusive Residenz mit hoher Privatsphäre.
Für Eigentümer bedeutet das:
Der Wert einer Immobilie lässt sich nicht allein anhand eines durchschnittlichen Quadratmeterpreises für den gesamten Kanton bestimmen.
Entscheidend sind die konkreten Eigenschaften des Objekts und die Nachfrage in seiner unmittelbaren Umgebung.
Auch im Kanton St. Gallen bleibt Wohneigentum gefragt.
Gemäss dem Immobilienmarktbericht der St. Galler Kantonalbank liegt die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen weiterhin über dem Angebot.
Im zweiten Quartal 2026 lagen die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser im Kanton St. Gallen um 1,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal.
Bei Eigentumswohnungen betrug der Anstieg im gleichen Vergleichszeitraum 3,1 Prozent.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass sich die Preisentwicklung je nach Immobiliensegment unterscheidet.
Insbesondere ältere Eigentumswohnungen können schwieriger zu vermarkten sein, wenn Grundriss, Zustand oder finanzielle Reserven der Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht den Erwartungen potenzieller Käufer entsprechen.
Auch innerhalb des Kantons bestehen erhebliche Standortunterschiede.
Eine Eigentumswohnung in der Stadt St. Gallen, ein Einfamilienhaus in einer ländlichen Gemeinde und eine exklusive Villa mit Bodenseesicht sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.
Eine seriöse Immobilienbewertung muss diese Unterschiede berücksichtigen.
Nein.
Der gesamtschweizerische Preisanstieg von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist ein wichtiger Marktindikator. Er bedeutet jedoch nicht, dass jede Immobilie innerhalb eines Jahres um genau diesen Wert teurer geworden ist.
Ein Beispiel:
Eine Immobilie mit einem angenommenen Marktwert von CHF 1'500'000 würde bei einem rechnerischen Anstieg von 4,4 Prozent einen Wert von CHF 1'566'000 erreichen.
Die Differenz beträgt CHF 66'000.
Diese Berechnung dient ausschliesslich der Veranschaulichung der prozentualen Veränderung.
Ob sich eine konkrete Immobilie tatsächlich zu diesem Preis verkaufen lässt, hängt unter anderem von ihrer Lage, ihrem Zustand, der Nachfrage und vergleichbaren abgeschlossenen Verkäufen ab.
Gerade bei hochwertigen und aussergewöhnlichen Immobilien sind pauschale Indexwerte nur eingeschränkt aussagekräftig.
Eine fundierte Marktwertermittlung sollte deshalb immer objektspezifisch erfolgen.
Die aktuellen Marktdaten sprechen dafür, dass Eigentümer ihre Verkaufsmöglichkeiten prüfen sollten.
Steigende Preise und ein begrenztes Angebot können günstige Voraussetzungen schaffen.
Dennoch wäre es falsch, daraus abzuleiten, dass jede Immobilie derzeit problemlos zu einem Höchstpreis verkauft werden kann.
Entscheidend sind insbesondere drei Faktoren.
Die aktuelle Nachfrage
Wie viele geeignete Käufer interessieren sich tatsächlich für eine vergleichbare Immobilie?
Eine hohe allgemeine Nachfrage nach Wohneigentum bedeutet nicht automatisch eine hohe Nachfrage in jedem Preissegment.
Die Wettbewerbssituation
Welche vergleichbaren Immobilien werden aktuell angeboten?
Bei einem grossen Angebot ähnlicher Objekte kann der Preisdruck trotz steigender nationaler Immobilienpreise zunehmen.
Die individuelle Verkaufsstrategie
Wie wird die Immobilie bewertet, präsentiert und vermarktet?
Eine professionelle Vorbereitung kann entscheidend dazu beitragen, qualifizierte Käufer anzusprechen und den Verkauf erfolgreich abzuschliessen.
Der richtige Verkaufszeitpunkt ergibt sich deshalb aus dem Zusammenspiel von Marktbedingungen und persönlichen Zielen.
Viele Eigentümer überlegen, ob sie mit dem Verkauf bis zum kommenden Jahr warten sollten.
Schliesslich könnten die Immobilienpreise weiter steigen.
Allerdings lassen sich zukünftige Preisentwicklungen nicht zuverlässig vorhersagen.
Veränderungen bei Hypothekarzinsen, wirtschaftlicher Entwicklung, Kaufkraft und Immobilienangebot können die Nachfrage beeinflussen.
Auch die persönliche Situation spielt eine wichtige Rolle.
Wer eine Immobilie verkaufen möchte, um eine neue Liegenschaft zu erwerben, muss beispielsweise beide Marktseiten berücksichtigen.
Steigende Immobilienpreise können zwar den Verkaufserlös erhöhen, gleichzeitig aber auch den Erwerb der nächsten Immobilie verteuern.
Wer hingegen eine nicht mehr benötigte Liegenschaft besitzt, sollte mögliche zusätzliche Wertsteigerungen gegen laufende Kosten, Unterhaltsbedarf und andere finanzielle Ziele abwägen.
Ein Verkauf sollte deshalb nicht allein von der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen abhängig gemacht werden.
Ein häufiger Fehler beim Immobilienverkauf ist eine unrealistische Preisvorstellung.
Gerade in einem Markt mit steigenden Preisen besteht die Versuchung, den Angebotspreis besonders hoch anzusetzen.
Doch potenzielle Käufer vergleichen Immobilienangebote sorgfältig.
Ist eine Liegenschaft deutlich teurer als vergleichbare Objekte, kann dies zu einer geringeren Nachfrage führen.
Bleibt die Immobilie längere Zeit am Markt, werden möglicherweise spätere Preisreduktionen notwendig.
Diese können bei Interessenten zusätzliche Fragen auslösen.
Umgekehrt kann ein zu niedriger Angebotspreis dazu führen, dass vorhandenes Marktpotenzial nicht ausgeschöpft wird.
Eine professionelle Immobilienbewertung bildet deshalb die Grundlage für die richtige Preispositionierung.
Dabei sollten sowohl aktuelle Vergleichsangebote als auch tatsächlich erzielte Verkaufspreise berücksichtigt werden.
Eine erfolgreiche Immobilienvermarktung beginnt lange vor der ersten Besichtigung.
Zunächst müssen die wesentlichen Eigenschaften der Immobilie sorgfältig analysiert werden.
Dazu gehören die Lage, die Wohnfläche, die Grundstücksgrösse, der bauliche Zustand und mögliche Investitionsbedürfnisse.
Ebenso wichtig sind vollständige Verkaufsunterlagen.
Bei Stockwerkeigentum interessieren sich Käufer beispielsweise für die Höhe des Erneuerungsfonds, geplante Sanierungen und die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft.
Bei Einfamilienhäusern können der Zustand der Gebäudehülle, der Heizung und der technischen Anlagen eine wichtige Rolle spielen.
Auch rechtliche Fragen, bestehende Dienstbarkeiten und die Finanzierungssituation sollten frühzeitig geklärt werden.
Eine hochwertige Präsentation mit professionellen Immobilienfotografien, aussagekräftigen Grundrissen und einer überzeugenden Objektbeschreibung schafft zusätzliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung.
Der Schweizer Immobilienmarkt besteht aus zahlreichen regionalen und lokalen Teilmärkten.
Eine nationale Preisstatistik zeigt die allgemeine Entwicklung, ersetzt aber keine fundierte Bewertung vor Ort.
Gerade in der Ostschweiz können wenige Kilometer einen erheblichen Unterschied machen.
Seesicht, Besonnung, Verkehrsanbindung, Privatsphäre und die Qualität des Wohnumfelds beeinflussen die Attraktivität einer Immobilie.
Bei ImmoLeague verbinden wir regionale Marktkenntnis mit einer individuell entwickelten Verkaufsstrategie.
Mit unserer Präsenz in Kreuzlingen, Frauenfeld und St. Gallen sowie weiteren Schweizer Standorten begleiten wir Eigentümer bei der professionellen Vermarktung ihrer Immobilien.
Dabei setzen wir auf eine sorgfältige Bewertung, eine hochwertige Präsentation, gezielte Käuferansprache und persönliche Betreuung während des gesamten Verkaufsprozesses.
Unser Anspruch ist es, für jede Immobilie die passende Käuferschaft zu erreichen und den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.
Die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik bestätigen den anhaltenden Preisanstieg am Schweizer Wohneigentumsmarkt.
Mit einem Plus von 1,7 Prozent im dritten Quartal 2026 und 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigt sich der Markt weiterhin widerstandsfähig.
Für Eigentümer im Thurgau, in St. Gallen und am Bodensee können sich daraus attraktive Verkaufschancen ergeben.
Allerdings entwickelt sich nicht jede Immobilie gleich.
Lage, Zustand, Käufernachfrage und die richtige Preisstrategie bestimmen wesentlich darüber, welcher Verkaufserlös tatsächlich erzielt werden kann.
Wer einen Immobilienverkauf plant, sollte deshalb die aktuelle Marktsituation nutzen, um den Wert seiner Liegenschaft professionell überprüfen zu lassen.
Denn nicht der höchste ausgeschriebene Preis entscheidet über den Erfolg, sondern der tatsächlich erzielte Verkaufserlös.
Die Schweizer Immobilienpreise sind gestiegen. Doch wie hat sich der Marktwert Ihrer persönlichen Liegenschaft entwickelt?
Ob Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Villa oder exklusive Residenz: ImmoLeague unterstützt Sie mit einer individuellen Immobilienbewertung und einer professionellen Verkaufsstrategie.
Profitieren Sie von unserer regionalen Marktkenntnis im Thurgau, in St. Gallen und am Bodensee sowie unserer Erfahrung in der Vermarktung hochwertiger Immobilien.
Lassen Sie jetzt den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie prüfen und erfahren Sie, welche Verkaufschancen sich für Sie ergeben.
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