Die Sorge vor einem «Silver Tsunami» hält sich hartnäckig: Wenn die Babyboomer in Pension gehen, müssten theoretisch viele Eigenheime auf den Markt kommen und die Preise unter Druck setzen. Doch eine aktuelle Analyse der Zürcher Kantonalbank (ZKB) gibt Entwarnung. Zwar ist der durchschnittliche Hausbesitzer heute mit 62 Jahren deutlich älter als noch vor zehn Jahren, doch der Renteneintritt führt nur selten zu einem Verkauf.
Die Daten zeigen klar: Ein markanter Anstieg der Weitergaben erfolgt meist erst ab etwa 85 Jahren. Oftmals ausgelöst durch gesundheitliche Gründe oder den Todesfall, nicht durch die Pensionierung. Viele Eigentümer bleiben somit deutlich länger in ihrem vertrauten Zuhause.
Ganz ohne Wirkung bleibt der demografische Wandel trotzdem nicht. Bis 2030 wird ein moderater Anstieg der altersbedingten Verkäufe um rund 7 % erwartet. Von einer echten Verkaufswelle kann jedoch keine Rede sein. Vielmehr dürfte sich die Angebotslage leicht entspannen. Das ist eine Chance für Familien, die seit Langem ein Eigenheim suchen.
Interessant ist zudem der Blick auf Eigentumswohnungen: Hier treten Senioren nicht nur als Verkäufer, sondern weiterhin als Käufer auf. Rund 17 % der STW-Käufer sind über 65 Jahre alt – ein Faktor, der die Nachfrage stabil hält.
Für Eigentümer bleibt eine Herausforderung bestehen: Mit dem Übergang in den Ruhestand können tiefere Renteneinkommen die Tragbarkeitsrechnung erschweren. Wer frühzeitig plant, behält die Handlungsfreiheit und kann die eigene Wohnsituation langfristig sichern.
Unser Fazit: Ein Marktumbruch ist nicht zu erwarten. Vielmehr eine langsame Normalisierung. Jetzt ist ein guter Moment, die eigene Wohnsituation strategisch zu überdenken. Wenn Sie wissen möchten, wie sich die Entwicklungen konkret auf den Wert Ihrer Immobilie auswirken, beraten wir Sie gerne. Gemeinsam finden wir die passende Strategie für Ihre nächsten Schritte.

