Das eigene Zuhause ist unser wichtigster Rückzugsort. Doch bevor die Entspannung beginnt, wartet oft die Arbeit. Eine aktuelle Umfrage gibt Einblicke in den Schweizer Putzalltag – mit Zahlen, die überraschen, und Themen, die viele kennen.
Rund 60 % der Befragten machen einmal im Jahr einen grossen Hausputz. Dass dieser klassisch im Frühling stattfindet, ist jedoch längst kein Standard mehr: Nur 13 % halten an diesem Termin fest. Für die meisten ist der Grossputz schlicht die Gelegenheit, Aufgeschobenes endlich anzupacken.
Besonders in Familien mit Kindern über zehn Jahren läuft die Diskussion regelmässig: 56 % der betroffenen Eltern finden, dass sich der Nachwuchs zu wenig beteiligt. Auch zwischen Partnern klafft eine Wahrnehmungslücke. 70 % der Frauen geben an, den Grossteil der Hausarbeit selbst zu erledigen, unter Männern sagen das nur 24 %. Entsprechend unterschiedlich fällt die Bilanz aus: 32 % der Männer empfinden die Aufgabenverteilung als fair, unter Frauen teilen nur 16 % diese Einschätzung. Der häufigste Konfliktherd sind unterschiedliche Sauberkeitsansprüche, von 51 % der Befragten als Hauptgrund genannt.
Wer die Hausarbeit neu denken möchte, kann mit einfachen Prinzipien viel bewegen:
1. Verantwortungsbereiche klar zuweisen, von der Planung bis zur Ausführung. So entsteht keine unausgesprochene Erwartungshaltung.
2. Aufgaben nach Stärken und Vorlieben fest verteilen, statt sie laufend neu auszuhandeln.
3. Externe Hilfe in Betracht ziehen: In der Schweiz nutzen das bislang erst 6 % der Haushalte. Dabei ist es oft weniger eine Frage des Budgets als der Prioritäten. Wer die eigenen Ausgaben einmal durchrechnet, ist manchmal überrascht.
Ihr Zuhause sollte ein Ort sein, an dem das Miteinander Vorrang vor Perfektion hat.

