Stiefel raus, Kerzen an – der Samichlaus steht vor der Tür! Am 6. Dezember leuchten nicht nur in der Schweiz unzählige Kinderaugen, wenn er kleine Gaben, Nüsse und Mandarinen bringt. Diese Tradition erinnert an den heiligen Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert für seine Grosszügigkeit bekannt war. Der 6. Dezember läutet damit stimmungsvoll die Vorweihnachtszeit ein.
Wer sich die weihnachtlichen Bräuche in verschiedenen Ländern anschaut, entdeckt schnell faszinierende Unterschiede. Ein kleiner Streifzug durch einige Traditionen zeigt: Was für uns selbstverständlich ist, kann anderswo ganz anders aussehen. Und die Geschichten dahinter? Die sind oft überraschender als gedacht.
In der Schweiz, Deutschland und Österreich beschert das Christkind am Heiligabend die Geschenke. Diese engelsgleiche Gestalt wurde im 16. Jahrhundert von Martin Luther eingeführt, um den Fokus auf die Geburt Christi zu lenken. In Amerika hingegen kommt Santa Claus in der Nacht zum 25. Dezember durch den Kamin. Seine Wurzeln liegen im niederländischen „Sinterklaas", während sein heute weltbekanntes rot-weisses Erscheinungsbild durch die Coca-Cola-Werbung der 1930er Jahre geprägt wurde.
Besonders vielfältig sind die italienischen Traditionen: Während "Babbo Natale" an Weihnachten die Geschenke bringt, beschliesst die sympathische Hexe "La Befana" am 6. Januar die Festzeit. Sie fliegt auf ihrem Besen durch die Nacht und hinterlässt Süssigkeiten für die artigen Kinder – eine besonders im Süden Italiens lebendige Tradition.
Besonders kurios erscheint eine Tradition in Japan: Dort gehört seit den 1970er Jahren ein Festessen von Kentucky Fried Chicken zum Weihnachtsfest – entstanden durch eine kreative Marketingkampagne, die sich bei vielen zum festen Brauch entwickelt hat.
Ob Samichlaus, Christkind oder Santa Claus:
Die schönsten Momente erleben wir dort, wo wir uns geborgen fühlen – in unserem Zuhause.

